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Die richtige Dosierung

Dienstag, Juli 10th, 2012

Ich höre mir gerade so ein altes Lied von Hubert Kah an. Ja, die “Rosemarie” hatte es ihm wohl angetan! Wusste der werte Hubert aber, dass er da eigentlich ein Gewürz besingt? Es gibt im Englischen zwar auch den Namen “Rosemary”, der das entsprechende Gegenstück zu seiner deutschen Variante darstellt, jedoch schreibt man das Wort wiederum klein, so bedeutet “rosemary” nichts anderes als “Rosmarin“!

Wie viele andere Kräuter und Gewürze auch, kann der Rosmarin als Heilpflanze genauso eine gute Figur machen wie gleichwohl als Geschmacksträger! Da es fast zu allen Speisen gut passt, hat es obendrein quasi eine Art Universalcharakter in der Küche, und schmeckt nicht ein guter Sonntagsbraten ebenso einfach himmlisch mit etwas Rosmarin? Selbst, was Süßspeisen angeht, kann das Kraut auftrumpfen, denn Rosmarinhonig schmeckt nicht nur gut, sondern er enthält auch viele der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe des Rosmarins!

Sämtliche Körperfunktionen, vor allem jedoch die Verdauung, werden durch Rosmarinkraut stimuliert. Was in normaler Dosierung also offenbar einfach nur gut tut, hat hingegen in größeren Mengen tatsächlich ebenso mögliche negative Auswirkungen: Rauschzustände sollen bespielsweise möglich sein! Erinnert mich das nicht gar ein wenig an die Muskatblüte und die Muskatnuss, die auch, in viel zu hoher Dosierung, versteht sich, ähnlich berauschend wirken können? Ich brauche mir darüber allerdings keine Sorgen zu machen, denn sein Essen nicht löffelweise mit Gewürz überhäuft, der wird glücklicherweise bestimmt weder Krämpfe noch Magenschmerzen, und schon gar keinen Rausch davontragen!

So ist insgesamt zu vermuten, dass jegliches Gewürzkraut nur in maßvoller Dosierung gesundheitsförderlich wirkt! Wenn ich schon einen Haufen an Gewürzpuder auf meinem Essensteller entdecke, dann weiß ich daher, noch ohne je etwas davon zu kosten, wie sehr mir nach diesem Essen übel sein würde, dennoch weiß ich leider absolut überhaupt nicht, wie lange die Magenschmerzen daraufhin andauern täten … . Deshalb ziehe ich es vor, zwar gut gewürzt zu essen, hingegen nie mehr Gewürze sowie Kräuter im Essen zu haben, als auch echtes Essen da ist!

Egal, ob der Rosmarin nun besungen wird oder nicht, ich mag ihn sehr gerne in meinem Essen, natürlich nur in Maßen!

Die pure Lust

Donnerstag, Mai 17th, 2012

Das Wort “Fleischeslust” wird in vielen Fällen immer falsch verstanden. Natürlich erliege auch ich immer wieder der Fleischeslust und lasse dann meinen Gefühlen freien Lauf. Wer jetzt an etwas anderes denkt als ich, der ist selber Schuld, denn bei mir dreht sich immer alles um das Thema Grillen.

Ein frisch gegrilltes Stück Fleisch kann einfach nicht durch einen Tofuburger ersetzt werden. Wenn das Fleisch sehr gut ist, dann brauche ich dazu nicht mal eine Beilage und der Salat wird ohnehin ignoriert. In einer reinen Männerrunde ist das kein Problem, wenn jedoch Frauen zu Gast sind, kommt man mit dieser Methode nicht durch. Verlässt der Mann dann nämlich nur für ein paar Sekunden den Platz, wird er nach seiner Wiederkehr plötzlich viel Grünzeug auf seinem Teller entdecken.

Dieser wird in der Regel mit den Worten: “Iss ruhig was davon, den habe ich grade frisch gemacht!” angepriesen.

Jetzt gerät der Mann in einen Gewissenskonflikt. Einerseits möchte er die Frau nicht verärgern, andererseits aber auch seinen Magen nicht unnötig füllen. Nicht, dass am Ende kein Fleisch mehr reinpasst.